Es geht aufwärts: Linzer Wirtschaft floriert
LINZ. Stark von der Krise betroffen war die Wirtschaft in Linz. Doch jetzt geht es wieder kräftig aufwärts.
„Die Beschäftigten- und Arbeitsmarktdaten zeigen einen deutlichen Aufschwung“, schwärmt die Linzer Wirtschaftsstadträtin Susanne Wegscheider (VP). Die Arbeitslosenquote ist auf 3,9 Prozent gesunken, ist in keiner anderen Landeshauptstadt niedriger. Gegenüber dem Vorjahr gibt es um 2268 unselbstständig Beschäftigte mehr. Im ersten Halbjahr 2010 wurden 577 Unternehmen neu gegründet.
Linz hatte Ende Juli 180.271 unselbstständig Beschäftigte, dazu kommen 25.000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst und in Körperschaften sowie Selbstständige. „Linz ist die einzige größere Stadt Österreichs, die mehr Arbeitsplätze als Einwohner hat“, freut sich die Wirtschaftsstadträtin.
Gut entwickelt hat sich auch die Frauenbeschäftigung. 86.942 unselbstständig Beschäftigte in Linz sind weiblich. „Das sind um 1000 Arbeitsplätze mehr als im Rekordjahr 2008“, sagt Wegscheider.
Durch die starke Ausweitung von Schulungen sieht die Arbeitsmarktlage freilich besser aus als sie tatsächlich ist. Ende Juli gab es in Linz-Stadt 3822 Arbeitslose. Dazu kamen 2202 Menschen in Schulungen des Arbeitsmarktservice. Diese Schulungsteilnehmer gelten nicht als arbeitslos.
Kummer macht den Wirtschaftstreibenden die Entwicklung bei den Lehrlingen. Denn die Zahl der qualifizierten Lehranfänger sinkt. „Eine ganz besondere Herausforderung ist die Integration von Personen mit Migrationshintergrund in die Lehrlingsausbildung“, sagt Klaus Schobesberger, der neue Obmann der Wirtschaftskammer Linz-Stadt. Gemeinsam mit der Arbeiterkammer startet die Wirtschaftskammer darum das Integrationsprojekt „Vielfalt schätzen. Vielfalt nutzen“.[Quelle: Oberösterreichische Nachrichten, 30.08.2010]